Kostenübernahme & Kostenerstattung

Sie sind entschieden eine (Verhaltens-) Therapie zu machen und möchten gerne zu mir kommen?

Folgende Wege sind möglich

  • Privat-Patienten: Private Kassen übernehmen die Kosten in der Regel.
  • Selbstzahler: Die Kosten werden von Ihnen getragen.
  • Geseztliche Krankenkassen: Übernahme der Kosten nur im sogenannten Kostenerstattungs-Verfahren unter bestimmten Bedingungen (mehr Informationen hierzu unten)

Was heißt Kostenerstattungsverfahren?

Es gibt bestimmte Bedingungen, unter denen die Krankenkassen die Kosten für Psychotherapien genehmigen, auch wenn der Therapeut / die Therapeutin im Rahmen einer Privatpraxis ohne Zulassung der Kassen arbeitet. Mehr hier: link zur Seite des Bundesverbandes Deutscher Psychologen und Psychologinnen

Das Sozialgericht sagt dazu folgendes:

  • Wartefristen, die über sechs Wochen hinaus gehen, sind unzumutbar.
  • Mehr als sechs vergebliche Anfragen sind dem Ratsuchenden aus fachlichen Gründen und im Sinne des Gebots einer humanen Krankenbehandlung nicht zuzumuten.
  • Wenn die Kassenärztliche Vereinigung und die Krankenkasse nicht zeitnah einen Vertragsbehandler bereit stellen können, sind die Voraussetzungen für eine Behandlung bei einem gleich oder höher qualifizierten Behandler ohne Kassensitz im Kostenerstattungsverfahren nach § 13 Abs. 3 SGB V erfüllt.

Wichtig ist, dass die Therapie von jemandem durchgeführt werden soll, der die Approbation in einem Richtlinienverfahren hat und damit die für derartige Behandlungen nötigen fachlichen Voraussetzungen erfüllt – da ich approbierte Verhaltenstherapeutin bin erfülle ich diese Voraussetzungen. Zudem ist es sinnvoll, wenn Ihr zuständiger Fach-Arzt /-Ärztin Ihnen bescheinigen kann, dass die Therapie dringend erforderlich ist.
Quelle: Psychotherapeutenjournal 2/2004, S. 194 – 195.

Was heißt „Kassenzulassung“ oder „Kassensitz“?

Unser Gesundheitssystem sorgt mithilfe der Kassenärztlichen Vereinigung dafür, dass der Bedarf an Behandlungen sich möglichst mit den freien Plätzen bei Ärzten und Therapeuten deckt. Rein rechnerisch gibt es in Hamburg mehr Therapeuten als gewünschte Plätze. Dass diese Rechnung mit dem tatsächlichen Bedarf jedoch nicht immer übereinstimmt, merkt man, wenn man einen Psychotherapieplatz sucht: die Wartezeiten betragen oft mehrere Monate.

Was muss ich denn nun tun um an einen Platz im Kostenerstattungsverfahren zu kommen?!

Erkundigen Sie sich bitte zunächst bei Ihrer Kasse ob dieses Verfahren unterstützt wird; manche Kassen sind offen, andere lehnen diese Form der Finanzierung ab. Dann ist eine Dringlichkeitsbescheinigung eines Psychiaters sinnvoll, zudem füllt ihr Hausarzt / ihre Hausärztin den sog. Konsiliarbericht aus, den Sie im Erstgespräch von mir erhalten. Sie selber müssen einen Antrag formulieren, auch dazu bekommen Sie Vorlagen und Hinweise von mir. Schliesslich sende ich all dies zusammen mit einem Antrag, den ich formuliere, an ihre Kasse. In einem oder mehreren Vorgesprächen, die Sie selber finanzieren müßten mit 61 Eur / Sitzung (evt. erhalten Sie das Geld von der Kasse zurück), sollten wir uns kennenlernen, entscheiden ob Ihr Anliegen einer Therapie bedarf und wir zusammen arbeiten können.

Klingt kompliziert? Weitere Informationen hierzu erhalten Sie von mir  im ersten Gespräch. Nur Mut!